Abenteuer Westfjorde

Mon, 30.December 2014

Ich möchte Ihnen heute von meinem Abenteuer am 26. Dezember erzählen. Eigentlich ist es nicht allein mein Abenteur gewesen, sondern das Abenteuer einer Gruppe (rd. 30 Leute), die von Reykjavík zurück nach Hause gelangen wollten.

Die Vorgeschichte war, dass ich in Reykjavík war, um bei meinem Sohn Weihnachten zu feiern. Am 26. Dezember wollte ich wieder zurück nach Hause. Seit Tagen war Schneefall und stürmisches Wetter und diese Wetterlage sollte auch noch anhalten. An diesem Tag sollte das Wetter auf der westlichen Seite Islands etwas ruhiger werden. Nach gründlichen Recherchen auf den Webseiten unserer Wetter - und Straßenämter und nach einem Telefonat mit dem Straßenamt entschied ich mich um 9:30 Uhr in Reykjavík loszufahren, obwohl noch nicht klar abzusehen war ob ich bis nach Hause käme. Da das Wetter auch in den nächsten Tagen nicht besser werden sollte, wollte ich lieber in Hólmavík (bereits in den Westfjorden) übernachten, um bei der nächsten Gelegenheit nach Hause fahren zu können. Ich brauche normalerweise für die rd. 450 km 6 -7 Stunden inkl. Pause und muss vier Passstraßen überqueren. Das bedeutet, dass das Wetter sich auch genauso oft auf der Fahrt ändern kann. Nach meinen Informationen war kein Neuschnee vor dem Abend zu erwarten, Glatteis hielt sich in Grenzen und drei der Passstraßen wurden gerade vom Schnee geräumt. Die letzte Passstraße, die Steingrímsfjarðarheiði, war noch ungeräumt, da die Strecke von Súðavík nach Ísafjörður wegen Schneelawinengefahr geschlossen war.

Ich war also ca. um 14:00 bis nach Hólmavík gekommen und noch immer hatte das Straßenamt nicht entschieden, ob sie die Passstraße öffnen wollten oder nicht. Nach und nach sammelte sich eine Gruppe von Leuten in der Raststätte, die alle nach Ísafjörður wollten. Einer von uns hatte Beziehungen und so hieß es, dass sie inoffiziell die Straße für uns freiräumen wollten. Um 16:00 Uhr sollte es losgehen. Wir sind dann in einer Schlange von acht Autos hinter dem Schneeräumfahrzeug hergefahren - hinein in die Unwissenheit. Die Männer mit ihren Schneeräumfahrzeugen lösten sich ab, damit keiner sich so weit vom Wohnort entfernen mußte. Aber die Strecke war gut, kaum Schnee oder Schneeverwehungen, bis auf den Fjord vor Súðavík. So gegen 20:30 Uhr kamen wir dort an. Und hier wurden wir in Empfang genommen, uns Kaffee angeboten, derweil wir auf das Passagierboot aus Ísafjörður warteten, da die Straße noch immer wegen Lawinengefahr geschlossen war. Inzwischen breitete sich die Nachricht von unserer Ankunft wie ein Lauffeuer aus und alle, die auch nach Ísafjörður wollten, packten ihre Sachen zusammen. Das Schiffahrtsunternehmen fuhr dann zweimal 30 Leute. Die Überfahrt war heftig, wie eine Berg- und Talbahn. Als wir kurz vor 24 Uhr in Ísafjördur ankamen, war ich fertig aber sehr erleichtert. Nur - es wartete noch Arbeit auf mich: Ich musste mich durch eine 1,5 m hohe Schneeverwehung vor der Eingangstür buddeln. Aber dann war ich nach 14 Stunden endlich zu Hause.

Sie sehen, wie sehr das  Abenteuer auch noch heute im modernen Island zu Hause ist und wie gegenseitige Hilfe Vieles möglich macht. Es war ein ganz großes Geschenk, dass 30 Leute in acht Autos von den hilfreichen Schneeräumern am 2. Weihnachtsfeiertag bekamen. Danke.

 

Merry Christmas

Tue, 17.December 2013

The traditions around Christmas in the world are many and some of them are very old.

In Iceland, the people, like in the rest of North and Central Europe kept in time of winter solstice festivals, which often lasted several days. The Nordic winter festival  celebrated the victory of the sun over darkness. It was, before the current day calendar was introduced, in time rather early to mid-January than in December. For three days it was celebrated with good food and drink. Since the 14th and 15 Century, it was as a Christian festival celebrating around the 25th December held.

Traditionally draw elves ( álfar ) around Christmas (formerly early to mid- January). Who is hiding in the Christmas night at known crossroads, can watch the elves as they loaded with their belongings on chariots and horses, changing their place of residence. Just be aware that you do not talk to them, otherwise you might be crazy. However, it may also be that you will find something of value, what the elves have lost . Since then (January 6) the dance of the Elves and fairies fire takes place on the Thirteenth.

At the Thirteenth goodbye also the last Icelandic Santa to return to the mountains. Trolls live for ages in the Icelandic mountains. At Christmas season they are playing the people various pranks. Today's Santas (jólasveinar ) are the sons of the mother Grýla, an unspeakably ugly and evil troll woman. She had, even in the 14th Century a huge dick with hundreds of skin sacs. And in each of them sat 20 children. In the 17th and 18th Century it was considered a human eating, especially naughty children they liked to eat, so she was in lookout especially around Christmas after naughty children. In the time she had 80 children and three husbands. Her husband later is the ugly and lazy Lappalúða. Since that time she has also jólasveinar their sons. They drive, until well into the 19th century, do evil jokes and steal, but do not eat any more children. The people still are afraid of them, especially the children. They will be more friendly since the people are going better, the times are better. The Icelandic jólasveinar are now 13, of them 80 different names have survived. On the night of 12 december comes the first down to the valley and all his brothers follow him until 24 who then return to the mountains after Christmas gradually again, the last on 6th January.

Frohes Fest

Tue, 17.December 2013

Auf der Welt gibt es viele Taditionen rund um das Weihnachtsfest und einige davon sind sehr alt.

In Island haben die Menschen, ähnlich wie auch im übrigen Nord- und Mitteleuropa,  um die Zeit der Wintersonnenwende Feste gehalten, die oft mehrer Tage andauerten. Das nordisches Winterfest sollte den Sieg der Sonne über die Dunkelheit  feiern und war, bevor der heute geltende Kalender eingeführt wurde, zeitlich eher Anfang bis  Mitte Januar als im Dezember. Drei Tage lang wurde mit gutem Essen und Trinken gefeiert. Seit dem 14. und 15. Jahrhundert wird es als christliches Fest rund um den 25. Dezember abgehalten.

Traditionell ziehen die Elfen (álfar) Weihnachten um (früher Anfang bis Mitte Januar).  Wer sich in der Weihnachtsnacht an bekannten Wegkreuzungen versteckt, kann die Elfen beobachten, wie sie mit Wagen und Pferden und allem ihrem Hab und Gut beladen ihren Wohnort wechseln. Man muss nur aufpassen, dass man nicht mit ihnen redet, sonst könnte man verrückt werden. Es kann aber auch sein, dass man etwas Wertvolles findet, was die Elfen verloren haben. Seitdem findet am Dreizehnten (6.Januar) Elfentanz und Elfenfeuer statt.

Am Dreizehnten verabschiedet sich auch der letzte der isländischen Weihnachtsmänner, um wieder in die Berge zurückzukehren. Trolle wohnen seit ewigen Zeiten in den isländischen Bergen. Und die Weihnachtszeit spielen sie den Menschen verschiedenenartige Schabernäcke. Die heutigen Weihnachtsmänner (jólasveinar) sind die Söhne der Mutter Grýla, eine unsagbar häßliche und böse Trollfrau, die sogar im 14. Jahrhundert noch einen riesengroßen Schwanz mit Hundert Hautsäcken, in denen je 20 Kinder saßen, hatte.  Im 17. und 18. Jahrhundert galt sie als menschenfressend, vor allem unartige Kinder aß sie gerne, weshalb sie vor allem rund um Weihnachten nach unartigen Kindern Ausschau hielt. In dieser Zeit hatte sie 80 Kinder und drei Ehemänner.

Später hatte sie nur noch einen Mann, den häßlichen und faulen Lappalúða und auch die jólasveinar, ihre Söhne. Sie treiben noch bis ins 19.jahrhundert hinein, bösen Schabernack und stehlen, essen aber keine Kinder mehr. Die Menschen haben dennoch Angst vor ihnen, vor allem die Kinder. Sie werden freundlicher als es auch den Menschen besser geht; die Zeiten besser werden. Die isländischen jólasveinar sind heute 13. Von ihnen sind 80 verschiedene Namen überliefert. In der Nacht zum 12. dezember kommt der erste ins Tal und darauf folgen bis zum 24. alle seine Brüder, die dann nach Weihnachten nach und nach wieder in die Berge zurückkehren.

Eiderdowns

Sat, 30.November 2013

Recently I read again in our Icelandic newspapers, what the foreign press published about our eiderdown, or really about winning of eiderdown. It is simply ludicrous, because simply wrong!

In an „Der Spiegel“ interview the chemist Holger Brackemann, product tester by german „Stiftung Warentest", said that no supplier has actually disclosed its supply chain. We did not been left in a single stall - not even by them who guarantee that their down are not from living animals". In the article they only namend main importing countries for down as Poland, Hungary, Russia and China.

We in Iceland carry every year about 3000 kg down, of which the majority comes to the German market. Actually, 2/3 of them come from the West Fjords, from my adopted home. This is only a teeny part of all imported down, so we are irrelevant for the German market .

But I have already noticed from the questions of tourists, not only from Germany, that most think we pluck the poor animals.

How is that really? The eider duck is a free- living animal in Iceland. It lives all year round in the near-shore marine area. In spring, the duck comes ashore to build a nest and lay eggs. Often they nest there, where man offers security, namely there where the farmer guards the country for foxes, mink and birds of prey. Once the duck has laid the eggs the farmer goes from nest to nest and takes out half of the down, the duck has plucked himself as a nest-bolster. He puts a little hay in the nest instead. At the end of the breeding season, in mid-July about, he goes again his lap and removed the rest down. These down then have to be cleaned and purified before they can be sold. Each nest provides about 15-20 grams eiderdown.

This ancient commercial addition of the farmers is called in Icelandic ' dúntekja " , which means as much as take down. It is a very environmentally friendly and sustainable business, which is based on the interaction of humans and animals. I could well imagine that our down donate more heat and insulate better than the other suppliers, because our ducks are, and also the downs, all year round swim about in the sea and diving.

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